Sauerland, 03.12.2006 12:55 Uhr (masa)
Wenden. 30 Jahre wurde geplant, vier Jahre für 130 Millionen Euro gebaut, vorgestern wurde eröffnet: Ab sofort kann man in einem Rutsch von Köln über Wenden und Kreuztal nach Siegen fahren.
Mit einem großen Festakt samt Oldtimer-Korso und anschließendem Ausklang mit zünftiger Musik im Festzelt wurde die Verbindung von der Anschlussstelle A4/A45 in Wenden
mit der Hüttentalstraße dem Verkehr übergeben.

Besonders dankte man den beteiligten Firmen, die seit dem ersten Spatenstich im Frühling 2002 so planmäßig arbeiteten, dass das größte Straßenbauprojekt in NRW sogar
eine Woche eher als geplant fertiggestellt werden konnte.
In diesem Zeitraum wurden auf einer Streckenlänge von 15 Kilometern acht Talbrücken errichtet, von denen die Elbener Brücke bei einer Länge von 430 Metern eine Höhe von
57 besitzt. Zur Sicherheit in der Winterzeit wurden außerdem zwei Taumittel-Sprühanlagen installiert.

Es sprachen NRW- Verkehrsminister Oliver Wittke, die Staatssekretäre Hartmut Schauerte und Jörg Hennerkes, Harald F. Austmeyer in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer
des Landesbetriebs Straßenbau.NRW und andere.
Um Punkt 13 Uhr wurde zu Klängen des Musikvereins Gerlingen die Absperrbarke gemeinsam zur Seite geräumt, anschließend gab es in alter Straßenbau-Tradition zum
Sinnspruch einen Kurzen und der Korso machte sich im Schritttempo auf den nun sehr kurzen Weg nach Kreuztal.
Mit dem Wunsch auf allzeit "Gute Fahrt" verbanden die Repräsentanten den Vorsatz, in Zukunft alle anfallenden NRW-Gelder für den Verkehr, in diesem Jahr immerhin
bewilligte 890 Millionen Euro, auch im Lande zu verbauen, um die Infrastruktur auch weiterhin zu entwickeln. Dabei sollten die Planungszeiten nach Möglichkeit verkürzt
werden.

Text: Marita Sapp
Fotos: Achim Gandras
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