Siegerland, 10.01.2007 16:58 Uhr (abu)
Siegen/Eisern. (nb)
Es scheint, als wäre weiterer Widerstand zwecklos. Trotz des Protestes der Initiative „Pro UNS Faule Birke“ und Siegener Bürger treibt die Stadt Siegen die Planungen für die Umsetzung der Gewerbegebiete Faule Birke, Martinshardt, Oberes Leimbachtal und Eisernhardt voran. Die endgültige Entscheidung soll in der Ratssitzung am 14. Februar fallen.
Stötzel machte sich für die Umsetzung des Konzeptes stark - trotz Widerstand aus Teilen der Bevölkerung. „Siegen braucht Arbeitsplätze
vor Ort“, so der Bürgermeister. „Es kann nicht sein, dass einige Wenige die Planungen für 110.000 Menschen blockieren.“
Ziel der Stadtverwaltung ist es, schnellstmöglich Baurecht zu schaffen. Doch zunächst standen einige Voruntersuchungen in den Gebieten auf dem Programm. Dazu gehörte unter anderem die Untersuchung des Baugrund und des Bergbaus im Bereich Martinshardt und Oberes Leimbachtal, besonders im Gebiet des ehemaligen Deponiegeländes.

Bürgermeister Ulf Stötzel und Gerald Kühn, Leiter Fachbereichs für Stadtentwicklung, Strukturförderung, Liegenschaften und Statistik, (v.l.) stellten das Konzept für die Gewerbegebiete Siegen und Eisern vor. Foto: Nicola Brüser
„Insgesamt haben wir keine Gründe gefunden, die die weiteren Planungen verhindern könnten. Die Voraussetzungen sind also gegeben“, erklärte Gerald Kühn, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung, Strukturförderung, Liegenschaften und Statistik. In nächster Zeit soll nun die Fläche vermessen werde, um die Verkehrsplanung abzuschließen.
Bis Ende April wird dann die Faule Birke in Angriff genommen werden. „Der Auftrag zur bergbaulichen Untersuchungen im Bereich Faule Birke ist bereits erteilt“, machte Kühn deutlich.
Vor-Ort-Untersuchungen samt Bohrungen sollen Aufschluss geben, ob das Gebiet von Bergstollen
durchzogen ist und somit eine Bebauung erschweren würde. Doch Bürgermeister Stötzel ist optimistisch: „Auch wenn man einen Stollen findet: Entweder wird dieser gefüllt - was heutzutage durchaus möglich
ist - oder man baut um ihn herum.“ Die konkreten Planungen für das Gebiet Eisernhardt sollen später erfolgen.
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