SauerlandKurier Startseite

 

Ehrenamt: Blauröcke auf der roten Liste

Arnsberg, 04.02.2007 00:00 Uhr ( (SK )

Mittwoch Symposium der Bezirksregierung

Arnsberg/ Sundern. ( (SK)
Täglich werden in Deutschland über 500 Einsätze von kommunalen Feuerwehren bewältigt. Über 80 Prozent dieser Kräfte arbeiten neben ihrem Beruf für die Sicherheit der Bürger. Doch die Feuerwehrfrau ist bisher eher selten anzutreffen. Gerade einmal 733 Frauen oder 3,37 Prozent sind unter den 21.698 freiwilligen Brandschützern aus dem Regierungsbezirk Arnsberg. Innerhalb der Berufsfeuerwehren liegt die Quote sogar nur bei 0,77 Prozent. Anders ausgedrückt: von 1.808 hauptamtlichen Kräften sind gerade einmal 14 Frauen. Der Anteil der Menschen mit ausländischer Herkunft ist noch geringer. Um diese und andere Fragen zu klären, haben Mitarbeiter der Bezirksregierung ein Symposium auf die Beine gestellt.
Unter dem Motto "Blauröcke auf der roten Liste: — Ist das Ehrenamt bei der Feuerwehr noch zu retten:" steht am Mittwoch, 7. Februar, das Ehrenamt in der Festhalle der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft auf dem Prüfstand. Beginn ist um 17 Uhr.
"Angesichts einer Überalterung der Gesellschaft wird sich das verbreitete Desinteresse, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, gerade auf den Feuerschutz negativ auswirken", betonte Regierungsvizepräsident Heiko Michael Kosow. Gemeinsam mit dem zuständigen Abteilungsleiter, Gefahrenabwehr und Gesundheit, Volker Milk und Feuerschutzdezernent Dr. Christoph Lamers stellte Regierungsvizepräsident Kosow das Programm vor.
Friedrich Merz ist Gastreferent Als Gastreferent wird MdB Friedrich Merz das Thema aus wirtschaftlicher und finanzpolitischer Sicht betrachten. Hintergrund: Beruf und Ehrenamt lassen sich oftmals nicht mehr so einfach vereinbaren. Den Arbeitsplatz zwischendurch einfach mal zu verlassen, ist nicht mehr ohne weiteres möglich. Zu groß ist die Angst vor der drohenden Arbeitslosigkeit.
Über den nur geringen Anteil von Frauen und ausländischen Mitbürgern wird Dr. Dirk Halm vom Zentrum für Türkeistudien der Universität Duisburg-Essen sprechen.

 

» Zur Startseite von SauerlandKurier Die große Wochenzeitung im Sauerland