Hallenberg, 04.03.2007 00:00 Uhr (jti )
Hallenberg nun in Arbeitsgemeinschaft Historischer Ortskerne
Hallenberg. (jti)Zur Unterzeichnung der Mitgliedsurkunde am Freitag im Kump kam neben dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Willi Hönscheid (Bürgermeister der Stadt Nideggen) und dem Vorsitzenden der Auswahl- und Bewertungskommission, Helmut Busmann (Bürgermeister der Stadt Soest a.D.) auch Oliver Wittke, NRW-Minister für Bauen und Verkehr.
Die Absage beim ersten Versuch habe die Hallenberger "wach gerüttelt", erklärte Bürgermeister Michael Kronauge. Danach habe sich der Zustand des Ortskerns erheblich verbessert. Es wurde ein Fördertopf für die Renovierung historischer Fassaden eingerichtet. Rund 270.000 Euro wurden seitdem für 60 private Maßnahmen bereit gestellt, um das Stadtbild positiv zu verändern. Dies ist gelungen, nicht zuletzt auch durch die Umgestaltung des Markt- und des Kirchplatzes.
Das I-Tüpfelchen bildet nun der neu gestaltete Kump. Kronauge zitierte schmunzelnd Helmut Busmann, der beim Kommissionsbesuch im November erklärte: "sie können, wenn sie wollen. Und wenn sie wollen, dann können wir auch". Hallenberg will sich natürlich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Projekte wie die Neugestaltung des Burgplatzes werden vorbereitet. "Angesichts knapper Kassen erhoffen wir uns natürlich Unterstützung durch die Förderprogramme", so der Bürgermeister.
Ebenso wünschte er sich neue Impulse durch die anderen Mitglieder der AG und einen intensiven Erfahrungsaustausch. "Wir versuchen in jedem Fall die Ziele und Maßgaben der Arbeitsgemeinschaft anzuerkennen, zu pflegen und zu unterstützen". Dass die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft keine inflationäre Auszeichnung ist, machte Minister Wittke deutlich.
Denn es gibt in NRW 396 Gemeinden und nur 19 Ortskerne und 36 Stadtkerne dürfen den Titel tragen. Die Mitglieder haben sich die Auszeichnung hart erarbeitet. Ständig würde versucht, das historische Erbe zu bewahren und mit Leben zu füllen. "Es hat ein Umdenken stattgefunden. Die Denkmalpflege wird nicht mehr als Last gesehen, sondern als Chance", so Wittke.
Eine Chance die Wurzeln der Orte für künftige Generationen zu bewahren. Auf diesen Bewusstseinswandel ging auch Helmut Busmann ein. "Hallenberg hat seit unserem Kommissionsbesuch 1990 hart gearbeitet und dem alten Ortskern ein neues Gesicht gegeben. Das ist beispielhaft." Es sei ein Ort entstanden, wo man als Bürger gerne Zuhause sein möchte.
Auch die Gäste fühlen sich in einer solchen Stadt wohl, machte Willi Hönscheid deutlich. "Dieser historische Ortskern müssen im Tourismus werbewirksam eingesetzt werden". Weiter erklärte er, dass Hallenberg in der Arbeitsgemeinschaft auf Kollegen stoßen wird, die mit Engagement dabei sind und langjährige Erfahrungen einbringen, von denen Hallenberg profitieren kann.
Oliver Wittke wies auf die zinsreduzierten Darlehen der Wohnungsbauförderungsanstalt hin, die private Immobilienbesitzer im Erhalt historischer Gebäude unterstütze.
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