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"Grippewelle" verliert langsam ihren Schwung

Überregional, 04.03.2007 00:00 Uhr (wbr )

Symptome genau beachten und dann schnell handeln

Kreis. (wbr)
Die Grippewelle hat das Sauerland nicht verschont. Besonders die närrischen Tage eigenen sich immer bestens für die Erreger, neue Opfer zu befallen — so auch in diesem Jahr. Doch die Welle ebbt langsam wieder ab. Ohnehin war das "Grippeaufkommen" für diese Jahreszeit nicht unnormal und die "echte" Grippe hat uns dabei weitestgehend verschont. Es sind meist die grippalen Infekte, die uns das Leben schwer machen. Fieber, Schnupfen und ein Gefühl, als wäre der ganze Körper eine einzige Betonplatte — wer diese Symptome spürt, hat zunächst die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Husten- und Schleimlöser, die freiverkäuflich in den Apotheken liegen, eignen sich dafür ganz gut. Wenn es aber nicht besser wird, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich. Auf keinen Fall, so Gert Buchner, Allgemeinmediziner aus Arnsberg, soll man angebrochene Antibiotika aufbrauchen. Junge Menschen mit intaktem Immunsystem sind außerdem besser gegen die Erreger gewappnet. Ältere Menschen und auch Kleinkinder, die schwere Symptome aufweisen oder chronische Probleme mit Herz oder Bronchien haben, sollten den Weg zum Arzt schneller finden. Beschwerden eines grippalen Infektes sind in der Regel eine verstopfte oder laufende Nase, Husten, Abgeschlagenheit und manchmal erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber. Wegen der Vielzahl in Frage kommender Erreger können die Erscheinungsformen etwas unterschiedlich sein, sind sich aber so ähnlich, dass man nicht verlässlich auf einen Erreger schließen kann.
Eine Grippe-Erkrankung (Influenza) äußert sich dagegen typischerweise in plötzlich einsetzendem hohen Fieber, Schüttelfrost, trockenem Husten und Muskel-, Gelenkschmerzen oder Kopfschmerzen.
Es besteht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, das bei einem grippalen Infekt meist nicht so deutlich ist. Während einer Grippewelle kann der Arzt aufgrund der Beschwerdecharakteristik die Diagnose einer Influenza-Infektion recht zuverlässig stellen. Der Vorhersagewert kann bis zu 70 Prozent erreichen.

 

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