Finnentrop, 05.03.2007 08:09 Uhr (masa)
Bamenohl/Kreisgebiet. (toby)
Gerhard Kramer betätigt sich mal wieder als umsichtiger Quartiersuchender. Am 22 Juni werden 8 bis 12-jährige Kinder aus Woloshin (Weißrussland) im Kreis Olpe für drei Wochen ein zu Hause finden. Wenn sich genügend Gastfamilien melden. „Die Kinder werden drei Wochen hier sein, wir sind immer noch auf der Suche nach geeigneten Unterkünften.“
Nun ist man einen wichtigen Schritt weiter: „Die Stadt stellt uns drei Räume für die Errichtung einer Caritasstation zu Verfügung. Wir werden die Aktion in Angriff nehmen, obwohl noch kein Fußboden vorhanden ist.“
Mit Berechtigungsscheinen können die Menschen aus der Stadt oder umliegenden Dörfern dort die Hilfsgüter entgegen nehmen. Die Stadt Woloshin wird zwei Mitarbeiter zur „Überwachung“ abstellen, damit ist eine gezielte Hilfe gewährleistet.
In wenigen Tagen macht sich ein LKW aus dem Sauerland nach Weißrussland auf dem Weg. „Wir benötigen rund 9000 Euro, der Transport kostet alleine rund 2800 Euro.“ Was neben den notwendigen Geld noch fehlt, sind Fahrräder: „Wir möchten 50 Kinder mit Fahrrädern ausrüsten, die Kinder aus den Dorfschulen müssen jeden Tag lange Fußstrecken zurücklegen.“
LKW startet in wenigen Tagen
Gerhard Kramer, der mit einer gehörigen Portion Idealismus die Woloshin-Hilfe im Kreis Olpe anführt, blickt nicht nur nach Vorne: „Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns in den zurückliegenden Jahren unterstützt haben. Es wäre schön, wenn wir jetzt auch das Caritas-Projekt in die Tat umsetzen können.“
Spendenkonten:
Sparkasse Finnentrop BLZ 462 515 90 Kontonummer 5576400 und Volksbank Grevenbrück BLZ 462 616 07 Kontonummer 1003126501 jeweils mit Vermerk „Spende Caritaskonferenz Bamenohl, Woloshin/Weißrussland.“ Spendenbescheinigungen werden ausgestellt. Wenn der 40-Tonner aus Bamenohl losfährt, hat er eine besondere Botschaft an Bord.
„Wenn es uns finanziell möglich ist, werden 84 Pakete für die Bewohner von zwei kleinen Ortschaften zusammengestellt. Dort haben die deutschen Soldaten im Krieg besonders viel Leid angerichtet.“ Gerhard Kramer und die Woloshin-Aktion ist ein Grenzübergang der Hilfe.
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