
Sellinghausen ist Pilotprojekt in Sachen "Verkehrsregelung"
Überregional, 02.01.2008 00:00 Uhr (ric
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Verkehrsschilder kompett abgebaut — Platz rund um St.-Luzia-Kapelle erneuert
Sellinghausen. (ric)
Bauamtsleiter Heribert Störmann, Ortsvorsteher Josef Rinke und Bauleiter Rainer Schmidt sind zufrieden. Die Baumaßnahmen rund um die St.-Luzia-Kapelle in Sellinghausen sind fast abgeschlossen. Alles wurde so umgesetzt, wie es geplant war. Außerdem wurde die Verkehrsregelung geändert."So habe ich mir das vorgestellt", stellt der Bauamtsleiter während des Besichtigungstermins zufrieden fest.
Mitte September wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Zentraler Mittelpunkt waren die Arbeiten rund um die Kapelle, um diese freizustellen. Der entstandene Raum dient jetzt dem Aufenthalt, hat aber gleichzeitig auch noch eine Funktion als Gehweg. Die beiden innen hohl gewordenen Kastanien wurden entfernt, jedoch an anderer Stelle ersetzt. Zusätzlich wurden Linden gepflanzt. Der öffentliche Gehweg wurde höhenmäßig auf das Platzniveau geführt und damit in das Wegenetz des Ortes integriert. Zur Straße hin wurde der Platz eingefasst mit einer Stahlbetonmauer inklusive einer Verblendung mit Natursteinen (Grauwacke). Zehn Lampen wurden in die Mauer eingelassen, die den Platz nun in der Dämmerung illuminieren. Die Unternehmer aus Sellinghausen haben in Eigeninitiative durch Spenden den Kauf der Leuchten ermöglicht. Weiterhin wurde der Platz insgesamt niveaugleich auch um die Rückseite der Kapelle geführt. Eine Teilpflasterung ermöglicht nun die Begehung auch bei schlechtem Wetter. Der Rest wird in Rasenflächen gehalten. Der Bolzplatz wurde erhalten, der Spielplatz wurde etwas verändert. Weiterhin hat die Straße eine neue Fahrbahndecke erhalten und ein Bushäuschen (Lärchenholz, Naturschiefer-Dach) wurde gegenüber der Kapelle eingerichtet. "Somit verfügt der Ort nun über einen zentralen Bushalteplatz", so Heribert Störmann.
Sellinghausen ist zudem Pilotprojekt in Sachen "Verkehrsregelung". "Wir haben einfach den Dorfspiegel und den Verkehrsschilderwald, der vorher an dieser Stelle stand, nicht wieder aufgestellt. Im ganzen Ort herrscht nun die Verkehrsregelung "Rechts vor Links", darauf weist Heribert Störmann hin. Das Ordnungsamt war vor Ort und hat grünes Licht für dieses Pilotprojekt gegeben. In Abstimmung mit dem Ortsvorsteher wurde der Schilderwald dann entfernt.
Ortsvorsteher Josef Rinke ist stolz auf die neue Ortsmitte und ist voll des Lobes. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt sowie die Planung und Ausführung haben ausgezeichnet funktioniert." Auch die Dorfbewohner wären sehr zufrieden. Auch die Kosten in Höhe von 130.000 Euro sind im Rahmen geblieben.
Bauamtsleiter Heribert Störmann wird seine Hände allerdings nicht in den Schoß legen. Für 2008 stehen weitere Dorferneuerungsmaßnahmen in Oberkirchen (wir berichteten), Nordenau und Niederhenneborn an.
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