Altenhundem, 01.07.2008 13:00 Uhr (SK)
Der Mathematikunterricht der Schüler des Gymnasiums Maria Königin weicht von dem, was die meisten Leser aus ihrer Schulzeit kennen, um einiges ab.
Heutzutage werden Textaufgaben in Gruppenarbeit gelöst und anschließend gibt es Freiwillige, die die Ergebnisse vor der Klasse präsentieren. Diese Präsentation findet aber nicht an der Tafel statt: Die Schüler gehen mit ihrem Taschenrechner nach vorne, schließen diesen an einen Beamer an und präsentieren so die Lösung. Mit viel persönlichem Einsatz hat der Studienrat so ein fortschrittliches Arbeiten mit den Schülern ins Leben gerufen. Dass die klassische Schultafel aber noch lange nicht ausgedient hat, macht er im Gespräch auch deutlich. Damit dieses Modell über einen Projekteinsatz hinaus noch stärker umgesetzt werden kann, hat die Schule um Unterstützung gebeten. Denn die Taschenrechner, von denen im nächsten Schuljahr nach einem Beschluss der Schulkonferenz zahlreiche Schüler ein Modell benötigen, sind nicht ganz günstig. Für Familien mit mehreren Kindern und für solche, für die die finanzielle Belastung einfach zu groß wäre, musste eine Lösung gefunden werden.
So wurde in Zusammenarbeit mit der Sparda-Bank West in Altenhundem kurzerhand ein Grundstock an Taschenrechnern angeschafft. Der Förderverein der Schule verleiht diese Rechner dann an bedürftige Familien. So kann ganz unkompliziert und unauffällig da geholfen werden, wo es notwendig ist. Geschäftsstellenleiter Christian Volmer von der Sparda-Bank hat sich vor Ort von dem Projekt überzeugen lassen und besuchte eine Mathematikstunde der Klasse 6c bei ihrem Mathematiklehrer Thomas Hilger. "Bei mir ist die Schulzeit ja noch nicht ganz so lange her, aber die Vorgehensweise von Herrn Hilger ist schon etwas Besonderes. Dieses Modell steigert die Freude der Schüler am Matheunterricht — und hilft damit ganz bestimmt, die Wissensvermittlung zu verbessern!"
» Zur Startseite von SauerlandKurier Die große Wochenzeitung im Sauerland