SauerlandKurier Startseite

 

Ein Hühnerparadies

Meschede-Olpe, 02.07.2008 01:15 Uhr (SK)

In Olpe gibt es tatsächlich ein "Hühnerparadies". Von dem gelernten Gärtner-Senior Ernst Bohne wurde aus einem Gemüse- und Blumengarten für fünf Hühner und einem stolzen und kecken Hahn jedenfalls ein solches gemacht.

Auf dem Gelände wachsen Kirschen, Kiwi, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Waldbeeren, Erdbeeren, Rabarber, Pfefferminztee und viele, viele andere Dinge. "Auch viele Blumen blühen jetzt dort, die früher bei mir als gelernter Gärtner alle Unkraut waren und nun in meinem gesetzten Alter Blumen sind", erzählt Ernst Bohne. Im Grunde gebe es ja auch kein Unkraut: "Das", sagt der rüstige Mann, "sind alles Wildkräuter und Pflanzen, die der Herrgott für uns hat wachsen lassen." Die Tiere werden von ihm gut gepflegt und gefüttert. Wenn er ihnen was Gutes hinwirft, springen sie alle drauf und zanken sich. Bohne: "Ich denke jetzt so oft an meine Gefangenschaft nach dem Krieg. Hätten wir das dort gehabt, was heute den Menschen nicht mehr gut genug ist und an die Tiere verfüttert wird, wir hätten uns die Finger danach abgeleckt. Die Amerikaner warfen Knochen weg und sofort sprangen dann drei der Gefangenen darauf und zankten sich darum. Wie heute die Hühner." Die Tiere bedanken sich für das gute Fressen: Sie produzieren Eier daraus und legen sie für ihren Herrn ins Nest. Die Anschaffung der Hühner hat Ernst Bohne aber nicht wegen der Eier gemacht: "Ich konnte jetzt im Alter den Garten nicht mehr bewirtschaften und habe so auch noch etwas Unterhaltung. Es ist oft spannend und interessant, das alles anzusehen", freut er sich.


 

» Zur Startseite von SauerlandKurier Die große Wochenzeitung im Sauerland