Westenfeld, 03.09.2008 09:45 Uhr (Klemens Teipel)
Das Kreuz am westlichen Ortseingang erstrahlt wie neu. Dankbar erkennen dies die Heimatfreunde, insbesondere der Ortsvorsteher. Es gibt im Dorf noch Menschen, die ihre Freizeit, ihr handwerkliches Geschick und ihren Ordnungssinn auch als Rentner unentgeltlich für die Allgemeinheit einsetzen.
Vieles geschieht in aller Stille. Es wird nicht durch die "große Glocke" verkündet. Deshalb soll der Name Aloys Schulte hier einmal genannt sein, der oft auf dem Kirchengrundstück anzutreffen ist und dort nach dem Rechten sieht. Sein wachsames Auge liegt auch auf den religiösen Zeichen in der freien Natur, zum Beispiel auf dem erwähnten Kreuz an der Linnepe. Lange schon widmet er diesem Kreuz seine besondere Pflege. Abmontiert befand es sich drei Wochen in seiner Garage zur gründlichen Renovierung.
Aloys zählt da keine Stunden und keinen Materialwert; er sieht nur die Notwendigkeit der Pflege. Manchmal findet er auch eine offene Hand zur Kostendeckung. Ein Nachbar stiftete ihm nun das Kupferblech zur neuen Abdeckung des Kreuzes, die Bearbeitung schaffte der Restaurator wieder selbst. In mehreren Arbeitsabläufen erfuhr das Eichenholz einen sicheren Schutz gegen die natürliche Verwitterung.
Besondere Sorgfalt galt dem im gotischen Stil gehaltenen Korpus. An einigen Stellen musste er nachgeschnitzt werden, um ihn von Fäulnis zu befreien. Ein Unbekannter hatte am aufrechten Kreuzesbalken einen Sinnspruch angebracht. Wegen seiner beachtlichen Aussagekraft blieb er neu eingefasst erhalten. Die Pflege des Platzes an den drei Lindenbäumen versieht dankenswerterweise der Nachbar Kurt Novotny.
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