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Ungewöhnliches Spektakel

Siegerland, 03.08.2009 13:34 Uhr (brueser)

„Das ist ja Gänsehautfeeling pur, einfach super“, sagte Engelbert Sawala. Er war bei der dritten Trecker-Tour Siegerland für den guten Zweck am vergangenen Sonntag der Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Er startete schon um 5 Uhr morgens aus Iserlohn seine 110 Kilometer-Strecke, um pünktlich zum Trecker-Gottesdienst in Siegen-Breitenbach zu sein.

Obwohl es an vielen Orten um diese Zeit noch regnete, fanden 140 Traktoren den Weg zum Schützenhaus und konnten die Rundfahrt dann trocken, teils sonnig, miterleben. Im Gottesdienst präsentierte Stephan Karnath seine Video-Show „Du bist wertvoll“ und erzählte von seinen adoptierten und teilweise behinderten Kindern, die ihm und seiner Frau zum Segen wurden. Als Ein-Mann-Kapelle brachte er zwei Stücke und wurde umrahmt von dem Gospel-Chor „About 10“.
Die eineinhalbstündige erste Tour führte über Kaan-Marienborn und Feuersbach wieder nach Breitenbach. „Diese Landschaft ist ja einmalig“, gab Werner Flender (81) als ältester Teilnehmer zum Besten. In Schlangenlinien ging es beim Windrad in Breitenbach so lange hin und her, dass alle Trecker auf einmal zu sehen waren. „Das ist ja ein wahnsinniges Gewusel, am liebsten würde ich gar nicht mehr aufhören hier zu fahren“, war der Kommentar von Hartmut Krämer. Er ist der Vorsitzende vom Technikmuseum in Freudenberg und deren Mitglieder waren in großer Zahl der Einladung von Trecker-Tour-Organisator Jürgen Rompf gefolgt.

Jeder Teilnehmer erhielt diverse Präsente, der älteste, die jüngste (Emely Krämer, neun Monate) und der weitestangereiste Teilnehmer erhielten eine Urkunde mit einer kleinen Aufmerksamkeit, die Werner Bald aus Bad Berleburg besorgt hatte, und für Kinder gab es Gasluftballons.
Nach einem deftigen Mittagessen ging es weiter mit Geleitschutz von zwei Polizei- und zwei Feuerwehrwagen - vom Löschzug Siegen-Hain und Horst Oelke - die alle Straßen absperrten, damit der Tross heil voran kam. Die Verkehrsteilnehmer winkten geduldig und mancher grüßte durch Hubzeichen.
Eine besondere Herausforderung stellt Koch’s-Ecke dar. Nach einer Schleife bei der Siegerlandhalle ging es dann zum Unteren Schloss, wo hunderte Menschen die Straßen säumten. Am Schlossplatz hing ein Holder-Traktor von Jan Müller an einem 36 -Tonnen Autokran und forderte schon von Weitem die nötige Aufmerksamkeit.
Hier wurde dann für die Intensivstation der DRK-Kinderklink gesammelt, die in dieses Mal von der Trecker-Tour unterstützt wurde. Abschließende Dankesworte durch Jürgen Rompf an alle Beteiligten, Helfer, Sponsoren, Organisatoren, Spender, Gäste und Zuschauer, Martin Horne vom Open-Air-Kino, als Schirmherren Siegens Bürgermeister Steffen Mues und die stellvertretende Landrätin Gerlinde Sintzen, sowie den Landtagsabgeordneten Volkmar Klein, der das Schlusswort sprach, rundeten den Tag ab.
All diejenigen, die sich noch mehr Eindrücke von der Veranstaltung holen wollen, haben dazu im Internet Gelegenheit: Jede Menge Bilder rund um die Trecker-Tour gibt es unter www.siegerlandkurier.de (Link „Fotoalbum“).

 

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