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„Die Zeit vergeht immer schneller, je älter man wird“

Sauerland, 28.06.2010 10:06 Uhr (skr)

Was in unserem Kindesalter noch als der typische Satz der Oma galt, könnte inzwischen genauso gut aus unserem eigenen Mund stammen. Wir haben das Gefühl, die Zeit zieht immer schneller an uns vorbei, ohne dass wir sie intensiv nutzen oder uns über ihr schnelles Vorüberziehen überhaupt bewusst werden.

Nur noch zwei Mal schlafen...
Früher als Kind dauerte alles immer nochmal so lange. Man fieberte auf ein bestimmtes Ereignis tagelang hin, zählte, wie oft man noch schlafen musste, bis der ersehnte Tag endlich gekommen war: der Geburtstag, Weihnachten oder ein Ausflug an den See oder ins Schwimmbad. Jedes Ereignis war eine Sensation und wenn es dann gekommen war, genoss man es intensiv und erzählte noch Tage danach, wie schön es doch war und schwelgte in diesen Erinnerungen.

Zeit ist relativ und subjektiv

Zeit ist immer relativ und subjektiv. Das versuchte schon Albert Einstein zu belegen und hat den Glauben an eine für alle Menschen gültige universelle Zeit widerlegt. Das subjektive Zeitempfinden der Menschen misst nicht nach Sekunden, Minuten oder Stunden, sondern nach dem Lernprozess und der Menge innerlich empfundener Sensationen. Wenn wir im Wartezimmer beim Arzt sitzen oder am Bahnhof auf den Zug warten, kommt uns eine Stunde wie eine halbe Ewigkeit vor. Wenn wir uns aber abends mit Freunden treffen und quatschen ist eine Stunde so schnell herum, dass man sie gar nicht intensiv als derartige Zeiteinheit wahrgenommen hat. Genauso wenn wir im Internet surfen oder ein interessantes Buch lesen. Noch schneller vergeht die Zeit, wenn wir im Urlaub sind oder ein Konzert besuchen. In diesen Momenten würden wir am liebsten die Zeit anhalten, doch dabei vergeht sie noch viel schneller.

Die Geschwindigkeit der Zeit hat also auch mit der Wahrnehmung zu tun: amüsieren wir uns und macht uns etwas Spaß, vergessen wir die Zeit komplett. Beim Warten hingegen ist unsere Wahrnehmung so sehr auf die Zeit fixiert, so dass wir sie als noch langsamer vergehend wahrnehmen und registrieren.

365 Tage – für unsere Oma nur ein Achtzigstel ihres Lebens
Zurück zu unserer Oma: Je älter sie ist, umso schneller scheint die Zeit für sie zu vergehen. Während ein Jahr für eine 20-jährige Person ein Zwanzigstel ihres Lebens ist, ist ein Jahr bei unserer 80-jährigen Oma nur ein Achtzigstel des Lebens und deswegen weitaus weniger bedeutend, allein von der Wahrnehmung. Die Zeit vergeht für unsere Oma gefühlte vier mal schneller als für uns, weil beide Seiten Zeit an ihrem eigenen Maßstab messen. Wenn man täglich fast immer das Gleiche erlebt und in den Beruf und das Privatleben eingebunden ist, gleicht ein Tag dem anderen. Erst wenn diese Kette von wichtigen und offensichtlichen Ereignissen wie Weihnachten, Silvester oder unserem Geburtstag unterbrochen wird, hält man inne und denkt: Ist es schon wieder soweit? Wo ist die Zeit denn schon wieder hin?

Einziger kollektiver Anhaltspunkt ist die genormte Zeit in Uhren und Kalendern. Diese Zeiten sind für alle gleich, genormt und sozusagen objektiv im Gegensatz zur subjektiven Wahrnehmung. Überblicken Sie mit einem praktischen Kalender von www.taschenkalender.de die Zeit und den schnellen Verlauf eines Jahres, bevor die Planungen für Silvester schon wieder anstehen.

 

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