
Hilchenbach, 05.09.2010 01:45 Uhr
Abseits vom Touristenrummel, in einer intakten Mittelgebirgslandschaft, erwarteten die zehn jungen Teilnehmerinnen und den siebenjährigen Lukas ausgedehnte Wälder, Täler und Höhen beim Ferienprogramm mit den Island-Ponys.
Zunächst jedoch gab es eine Begrüßungsrunde mit dem "Plüschesel" Nino. Die Fünf- bis Elfjährigen machten beim Eröffnungsspiel gut mit und so stellte sich schnell heraus, dass das ein oder andere Kind bereits in früheren Ferien geritten war oder wie Fabienne bereits richtigen Reitunterricht hat. Anfängerinnen waren auch dabei: Die Kinder erfuhren, dass Pferde die Menschen schon beim Putzen und Bürsten einschätzen und ein entsprechendes Verhalten an den Tag legen: Dominant, zurückhaltend oder eben als Einheit mit dem Reiter bzw. den Menschen. Respektvoll mit den Tieren umzugehen und die Pferde sowohl als Tier als auch als Partner des Menschen zu erleben und kennenzulernen, vermittelten Dagmar Blöcher und ihr Team den Kindern. Dabei arbeitet die Reittherapie Allenbach mit robusten und freundlichen Islandpferden, den "Pferden der nordischen Götter" und mit brasilianischen "Mangalarga Marchadores".
Für die reittherapeutische Arbeit stehen Dagmar Blöcher insgesamt fünf, teils selbst gezogene und selbst ausgebildete Pferde zur Verfügung. "Bedenkt aber, dass Pferde trotzdem grundsätzlich Fluchttiere sind", sagte Dagmar Blöcher den Kindern, bevor es auf einen Ausflug in den Wald mit den Pferden ging.
Abwechselnd saßen die Mädchen und der Junge auf den Pferden und spürten durch die Sitzdecke die feinen Bewegungen der Tiere. Der wissbegierige Lukas verglich die Bewegungen auf dem Pferd wie das Schlängeln einer Schlange und prompt fand man auch eine Blindschleiche. Peter Eilert brachte den Kindern während des Ausritts die Natur näher, zeigte ihnen heimische Pflanzen und Baumarten, wies auf giftige Pilze hin oder lauschte gemeinsam mit ihnen den Klängen der Natur.
Nach der gut eineinhalbstündigen Wanderung mit den Pferden kamen die Kinder wieder beim Ausgangspunkt an und hatten nach einer abschließenden Pflege der Tiere noch viel zu besprechen.
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