
Sauerland, 22.12.2011 16:07 Uhr
Ein Teilbereich der Computerspiele sind die so genannten Killerspiele. Spiele mit äußerst realistisch anmutenden Kriegsszenarien, die die Spieler vor immer neue und härtere Aufgaben stellen. Töten des Feindes inklusive.
Killerspiele – das Wort könnte ab sofort eine zusätzliche Bedeutung haben. Denn exzessives Spielen von Ballerspielen kann dazu führen, dass die Emotionen abstumpfen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Bonn. Sind Killerspiele demnach Emotionskiller?
Für ihre Studie wählten die Experten 21 Computerspieler aus, die im Schnitt 15 Stunden pro Woche an Egoshooter-Spielen verbringen. Das Alter der Probanden bewegte sich in der Spanne zwischen 20 und 30 Jahren.
Über eine Videobrille wurde den jungen Leuten ein ganzer Katalog an Fotos eingespielt. Bilder aus den bekannten Gewaltspielen, aber auch von Opfern eines Unfalls oder einer Katastrophe.
Mittels eines Hirnscanners wurden die Aktivitäten im Gehirn aufgezeichnet, die Emotionen im Kopf Kandidaten kamen quasi auf den Prüfstand. Nun, allzu gut steht es um die Killer-Spieler in diesem Bereich nicht. Im Vergleich zu einer Gruppe, die überhaupt keine Killer- oder Egoshooter-Spiele spielt, kamen deutliche Unterschiede bei der Emotionsregulierung zu Tage.
Das verstörende Bildmaterial jedenfalls rief bei den harten Jungs weniger starke Reaktionen hervor. Und das wohl nur deshalb, weil sie durch ihr tägliches Spiel daran gewöhnt sind, mutmaßt Autor Christian Montag vom Institut für Psychologie der Universität Bonn.
Mit einem kleinen Makel müssen die Macher der Studie wohl oder übel leben. Die Auswahl von nur 21 Testern scheint insgesamt wenig repräsentativ. Man mag vielleicht eine Tendenz ablesen können, aber als wissenschaftlich fundiert kann diese Vorgehensweise eher nicht bezeichnet werden. Weitere Informationen gibt es unter sterkl.de.
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