
Netphen, 07.02.2010 01:30 Uhr
Wenn die Rettungstaucher des DLRG kommen müssen, ist es für eine in Eis eingebrochene Person meist schon zu spät. Die Kälte im Wasser halten Menschen nur wenige Minuten aus. Zuvor jedoch werden bei solchen Einsätzen die Feuerwehren Alarmiert und die sind innerhalb kurzer Zeit an der Einsatzstelle, um fachgerecht helfen zu können.
Durch das Tauwetter in den vergangenen Tagen und die Plus-Grade ist die Eisdecke in vielen Weihern dünn geworden. Das Betreten der Flächen ist strengstens verboten. Um aber eine im Eis eingebrochene Person retten zu können, demonstrierten die Mitglieder der Feuerwehr Netphen im zugefrorenen Freibad des Freizeitbades Netphen verschiedene Rettungsmaßnahmen. Nicht selten kommt es vor, dass Personen bei Dunkelheit ins Eis einbrechen. Daher hatte der Einsatzleiter, Oberbrandmeister Sebastian Reh, diese Übung bei Dunkelheit anberaumt.
Notstromaggregate wurden aufgestellt, Lichtmasten montiert und Scheinwerfer aufgestellt. Die Feuerwehrmänner waren zusätzlich mit Leinen gesichert und hatten für den Notfall auch Schwimmwesten an. So mussten sie sich und ein Schlauchboot über das Eis des Freibades ziehen. Hilfreich waren dazu die Einreißhaken, die sie ins Eis schlagen konnten, um sich somit vorzuziehen. Eine andere Variante ist das Schieben mit Leitern über das Eis bis zur Einbruchstelle, um eine möglichst große Fläche zu bilden. Der Helfer kniet oder liegt auf der Leiter, schiebt eine weitere vor und klettert dann auf die zweite Leiter. Dies geschieht im ständigen Wechsel, bis er bei dem Eingebrochenen ist. Ein großer Dank ging an die Freizeitbad GmbH, die es kurzfristig ermöglicht hatte, dass die Feuerwehr hier üben durfte.
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