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SiegerlandKurier: Hilchenbach

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Erfreuliche Abrechnungen

Hilchenbach, 05.02.2012 01:15 Uhr

Die Stra­tegie und Ziel­set­zung der Stadt Hilchen­bach rechnet sich: Ein Konzept aus fünf städ­ti­schen Gebäuden mit Photo­vol­taik­an­lagen wurde 2010 umge­setzt. Ziel war es, neben den Klima­schutz­a­spekten durch die Instal­la­tion der Photo­vol­taik­an­lagen aus den Erträgen aus der Einspei­se­ver­gü­tung die finan­zi­elle Möglich­keit zu schaffen, bei drei Objekten, die in den nächsten Jahren anste­hende oder bereits längst über­fäl­lige Dachsa­nie­rung zu verwirk­li­chen.

Aus diesem Grund nahm die Stadtverwaltung die Dachsanierungen mit einem Auftragsvolumen von etwa 240.000 Euro in das Maßnahmenpaket mit auf und sorgte so für die Möglichkeit, das Gesamtprojekt zu finanzieren. Bei der Grundschule Allenbach und dem Hauptgebäude der Kläranlage konnte auf Grund des guten Zustand des Daches auf eine Dachsanierung verzichtet werden.

Diese beiden Anlagen tragen mit zur Refinanzierung der sanierungsbedürftigen anderen Dächer bei. Die Photovoltaikanlage der Turnhalle Dahlbruch bezuschusste die Bezirksregierung Arnsberg aus dem "Programm für Rationelle Energieversorgung, Regenerative Energien und Energiesparen" als Multiplikatorenanlage mit 5000 Euro. Die Photovoltaikanlagen finanzierte die Stadtverwaltung im Weiteren über ein zinsgünstiges KfW-Darlehn mit einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren ohne anfallende Restschuld.

Erwartungen wurden sogar übertroffen

Die dringend erforderlichen Dachsanierungen wurden dabei über die günstigen Kommunalkredite finanziert. Um hierbei auch die langfristige Wirtschaftlichkeit beurteilen zu können, berücksichtigte die Stadt Hilchenbach dazu als Berechnungsgrundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Durchschnittszinssatz der letzten Jahre. Nach der unter diesen Gesichtspunkten genau aufgestellten Wirtschaftlichkeitsberechnung ging die Stadtverwaltung dann davon aus, dass nach Ausschöpfung der steuerlichen Vorteile und Leistung aller Darlehenszahlungen ein jährlicher Überschuss in Höhe von etwa 18.000 Euro durch die Photovoltaikanlagen erwirtschaftet wird, so dass man bei diesem Projekt auch durchaus von einem neuen Finanzierungsmodell zur Konsolidierung des städtischen Haushalts sprechen kann.

Die vom Versorgungsunternehmen zwischenzeitlich erstmalig eingegangenen Jahresabrechnungen für 2011 bestätigen und übertreffen sogar die Erwartungen. Insgesamt wurden etwa 176.000 kWh Strom erzeugt. Dies führte zu Einnahmen aus der Einspeisevergütung in Höhe von 55.500 Euro. Dem gegenüber stehen Belastungen aus Zins und Tilgung in Höhe von jährlich 35.000 Euro.

Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab ist über die Ergebnisse hoch erfreut: "Wir haben damit über 20.000 Euro mehr erwirtschaftet als für die Deckung der Finanzierung erforderlich sind. Der erzeugte Strom deckt den Strombedarf von 45 bis 50 Haushalten und spart 104 Tonnen CO2. Die Stadt Hilchenbach leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und so werden uns als Stadt auch neue wirtschaftliche Entwicklungen ermöglicht."

 


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