
Eslohe, 01.02.2012 02:15 Uhr
Zum Sänger des Jahres wurde bei der Generalversammlung des MGV Eslohe im Vereinslokal Jägerhof Sangesbruder Kurt Harbig ernannt. Harbig war im vergangenen Jahr bei jeder Chorprobe anwesend, außerdem kam ihm eine Ehrung zuteil für sein Amt als Notenwart, welches er seit 20 Jahren ununterbrochen ausübt.
Auf 50-jährige Vereinstreue blicken der zweite Vorsitzende, Jürgen Dahlhaus, Willi Sprenger, Gerd Grebenstein und Manfred Willmes zurück. Willmes war 15 Jahre Kassierer und ist seit 35 Jahren Schriftführer des MGV. Heinz Alberternst erhielt eine Auszeichnung für 65 Jahre aktives Singen im Verein.
Zuvor konnte der Vorsitzende, Heinz-Peter Treude, den Präsident des Chorverbandes NRW, Hermann Otto, und die Vorsitzende des Kreischorverbandes, Brigitte Raulf, als Gäste begrüßen. Die Zukunft des Chores war ein weiteres wichtiges Thema der Tagesordnung. Sie bereitet große Sorgen. "Der demografische Wandel schlägt bei uns voll zu. Das Durchschnittsalter der Sänger des MGV Eslohe beträgt 68 Jahre. Bei einem so hohen Altersdurchschnitt ist es so, dass Sänger nicht regelmäßig zu den Proben kommen."
Sehr direkt sagte der Vorsitzende: "Man kommt schnell dahin, wo man nicht mehr singfähig ist. Wenn wir das Alter zu der Anzahl unserer Sänger hochrechnen, kann man davon ausgehen, dass es unseren Chor in fünf Jahren nicht mehr gibt. Wollen wir das?" Die Mitgliederwerbung bei jungen Männern sei in Eslohe bei der breit gefächerten Vereinsstruktur schwer und alle Bemühungen seien bisher vergeblich gewesen, gab Treude zu bedenken.
Seit Jahren wird das Thema immer wieder in den Versammlungen angesprochen. Daher wird angestrebt eine Fusion mit dem im April vergangenen Jahres neu gegründeten Projektchor zu realisieren, um weiter Bestand zu haben. Gemischte Chöre haben mehr Möglichkeiten, dies sieht Dirigent Alexander Link auch für den Esloher Männergesangverein. Link erklärte, er habe mit Projektchören Erfahrungen gemacht. "Es geht um unsere Zukunft und die ist eine Chorgemeinschaft", so der Wunsch des Chorleiters.
Nach den Vorschlägen des Vorstandes zu einer vernünftigen Regelung der Zeiten für Probentermine, des Zusammensingens und des unbedingten Bestehenbleibens und Erhaltens des Namens "MGV 1858" ließ der Vorsitzende mit Handzeichen abstimmen. Einstimmig sprachen sich die anwesenden Aktiven für eine Fusion der beiden Chöre aus. Angedacht sind wöchentliche Proben im regelmäßigen Rhythmus, wie zum Beispiel: Probe des "MGV", in der folgenden Woche Probe "MGV Pro 2011" und in der dritten Woche eine gemeinsame Probe beider Chöre. Dies und alle weiteren Entwicklungen sollen mit den Aktiven des Prochores im März bei einer außerordentlichen Generalversammlung besprochen werden.
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