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Hochsauerland: Arnsberg

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"Keine Zeit mehr verlieren"

Arnsberg, 05.02.2012 02:30 Uhr

Die Ressourcen werden knapp, erneu­er­bare Ener­gien somit immer wich­tiger. Der Regie­rungs­be­zirk Arns­berg will nun die Ener­gie­wende voll­ziehen. Regie­rungs­prä­si­dent Boller­mann hatte zum ersten Ener­gie­dialog, dem "Arns­berger Dialog", einge­laden. Hatten sich am Morgen in Dort­mund zu diesem Thema schon Vertreter der Kommunen des östli­chen Ruhr­ge­bietes getroffen, kamen am Nach­mittag in Arns­berg die Vertreter Südwest­fa­lens zusammen.

Die von der Bezirksregierung in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie "Potentiale Erneuerbarer Energien im Regierungsbezirk Arnsberg", brachte es zum Ausdruck - es ist keine Zeit mehr zu verlieren.

"Der Handlungsdruck auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene nimmt zu, denn die Kosten des Nichthandelns werden mit Sicherheit größer ausfallen, als die Kosten eines frühen und rechtzeitigen Handelns". Und - die erneuerbaren Energien spielen eine zentrale Rolle, weil sie klimafreundlich, sicher sowie Ressourcen schonend sind". Die Studie soll Planungshilfe und Entscheidungsgrundlage sein.

Regierungspräsident Bollermann sagte in seiner Rede, dass die Energiewende eine gewaltige Herausforderung sei und schnelles und effizientes Handeln notwendig. Das Ziel, das man sich gesetzt habe, sei, den Regierungsbezirk von einer Aufholregion zu einer Modellregion zu machen. Die Schwerpunkte der Handlungsfelder sind der Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Dazu gehören Windkraft Solar, Wasser, Bio, Geothermie und Grubengas.

Den Dialog weiter entwickeln

Ein weiterer Schwerpunkt sind infrastrukturelle Maßnahmen mit intelligenten Netzen, Regionalplanung und Zentrum für kommunale Energiewirtschaft. Den Arnsberger Dialog weiter zu entwickeln gehört ebenfalls zu den Handlungsfeldern. Die Punkte dieser Entwicklung gestalten sich unter anderem aus dem Energiemanagement der Industrie, Energieerzeuger und Netzbetreiber und dem Thema "Vom Landwirt zum Energiewirt".

Ein zukünftig wichtiger Mann stellte sich bei der Dialogveranstaltung vor. Marcus Müller von der Energieagentur NRW, ist in Zukunft als "Klima-Netzwerker" der Ansprechpartner, wenn es um erneuerbare Energien geht. Arnsberg ist somit der erste Regierungsbezirk, in dem die Agentur eine Regionalstelle einrichtet.

"Die Klimaschutzpolitik des Landes NRW", so Marcus Müller, "steht auf drei Säulen. Es ist das Klimaschutzgesetz, der Klimaschutzplan und das Klimaschutz-Start-Programm". Müllers Aufgabe wird es sein, Akteure vor Ort zu beraten. Ferdinand Aßhoff, Abteilungsleiter der Bezirksregierung, stellte an diesem Nachmittag mögliche Inhalte des "Sachlichen Teilabschnitts Energie" des Regionalplans vor.

Bei dieser und den weiterhin folgenden Dialogveranstaltungen sollen konkrete Strategien erörtert werden. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft werden dazu eingeladen. Es gilt, Akteure zusammen zu bringen und Netzwerke zu stärken.

 


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