
Sauerland, 27.01.2012 08:22 Uhr
"Kiffen entkriminalisieren" --das fordert die Piratenpartei schon lange. Jetzt ziehen auch etablierte Parteien nach und wollen Hasch und Marihuana legalisieren. So fordern die Linken die Einführung von "Cannabis-Clubs".

Diese nicht-kommerziellen Vereine, wie es sie bereits in Spanien, Belgien und den Niederlanden gibt, bauen das Cannabis für ihre Mitglieder an, so dass für die Konsumenten der Besitz von bis zu 30 Gramm Marihuana legal wird. Dadurch soll von einer "Verteufelung" der weichen Droge Abstand genommen werden, wie Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag meint.
Auch die Grünen sind für eine legale Ausgabe von Cannabis und fordern lizenzierte Drogenfachgeschäfte. Laut Hans-Christian Ströbele steht Marihuana auf der Liste der gefährlichen Drogen "ganz weit unten" und ist somit, laut dem Grünen-Politiker, kaum schädlich. Durch "Cannabis-Clubs" soll der Schwarzmarkt bekämpft, sowie Aufklärung, Jugendschutz und Prävention vorangebracht werden. Konservative Parteien wie FDP und Union lehnen die Legalisierung von Marihuana hingegen strikt ab. Von einem "falschen Signal für Jugendliche" spricht Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP).
"Cannabis ist eine sehr gefährliche Droge", meint Dyckmans.
CSU-Innenexperte Stephan Mayer hält die Legalisierung für
"verantwortungslos" und die Freigabe für "nicht vertretbar". Was meinen Sie, lieber Leser? Sollte der Marihuanakonsum durch "Cannabis-Clubs" entkriminalisiert werden? Sollten weichen Drogen legalisiert und somit nicht mehr "verteufelt" werden?
Oder sind Sie der Meinung, dass die Freigabe von Hasch nur dazu führen würden, dass immer mehr Jugendliche kiffen und Cannabis als Einstiegsdroge nutzen?
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