
Hochsauerland, 05.09.2010 01:16 Uhr
Die Apotheker im Hochsauerlandkreis beziehen zur aktuellen Gesundheitspolitik der Bundesregierung Stellung: "Anders als öffentlich behauptet, werden insbesondere die Apotheken massiv durch die Gesundheitsreform von Schwarz-Gelb belastet", sagt Apotheker Klaus Mörchen, Sprecher der Apothekerschaft im HSK (Altkreis Meschede).
"Damit ist der Nacht- und Notdienst, auch im Hochsauerlandkreis, in Gefahr." Die von der Regierung auf Druck der Krankenkassen vorgesehenen Maßnahmen belasteten die Apotheken einseitig mit 500 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung der Apothekerkammer.
"Nach 16 Gesundheitsreformen in den vergangenen 18 Jahren verfolgt leider auch die neue Bundesregierung einen alles andere als innovativen Ansatz: Bei den Leistungserbringern im Gesundheitswesen wird gekürzt, und die Patienten werden verstärkt zur Kasse gebeten", kritisiert Klaus Mörchen.
Heute würden gerade einmal zwei Prozent der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung auf die Apotheken entfallen.
"Wer die Apotheken kaputt spart, gefährdet die flächendeckende, wohnortnahe und sichere Arzneimittelversorgung sowie 147.000 Arbeitsplätze ? ohne dass es dadurch auch nur ansatzweise gelingt, die Finanzlage der Kassen zu verbessern. Heute helfen wir im Nacht- und Notdienst mehr als 20.000 Patienten, auch an Wochenenden und an Feiertagen", sagt Apotheker Mörchen. Daher klären die Apotheken im Hochsauerlandkreis mit Aktionsplakaten und persönlichen Gesprächen ihre Kunden und Patienten über die Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheitsreform auf.
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