
Wenden, 01.09.2010 02:00 Uhr
Weimar und das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald waren das Ziel einer dreitägigen Fahrt von Bürgern aus Wenden.
Die "Reise in die Vergangenheit" wird jedes Jahr von Jochen Sauermann, Vorsitzender des Wendener SPD-Ortsvereins, angeboten. "Dies ist unsere 12. Fahrt nach Weimar und Buchenwald und es ist immer wieder schön zu sehen, dass die deutsche Geschichte immer noch auf solch reges Interesse stößt." Sauermann betonte, dass er Wert darauf lege, keine Altersgrenze festzusetzten und diese Fahrt nicht nur einer speziellen Altersgruppe anbiete. Somit umfasste die Gruppe eine Altersspanne von 16 bis 58 Jahren.
"Durch die unterschiedlichen Altersklassen ergeben sich generationenübergreifende Gespräche, aus denen man die verschiedensten Sichtweisen kennenlernt." In einem dieser zahlreichen Gespräche ging es um die Erfahrungen des gebürtigen Thüringers Edgar Schwartze, der heute neben Milda in Thüringen auch in Rothemühle wohnt. Dieser erlebte einen anderen Teil deutscher Geschichte: die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Schwartze wurde von der Stasi (Staatssicherheit) bespitzelt und sollte aufgrund des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953, an dem er mitgewirkt hatte, festgenommen werden. Man fand ihn nicht und er konnte flüchten. Edgar Schwartze ist heute einer der wenigen, der von dieser Zeit erzählen will und noch erzählen kann.
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