
Kirchen, 05.02.2012 02:31 Uhr
Nachdem in einer der letzten Kirchener Stadtratssitzungen auch der Molzberg als Standort für Windkraft-Anlagen ins Gespräch gebracht wurde, hat die Bürgerinitiative Molzberg ein Positionspapier zur Windkraftnutzung erstellt.
Darin heißt es, dass bei der Nutzung der Windkraft nicht "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet" werden dürfe. Die Beanspruchung der Umwelt und der zu erwartende Ertrag müssten in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Eine sorgfältige Überprüfung der Windhöffigkeit spiele dabei eine zentrale Rolle. Reine Abschreibungsobjekte, die keine Energieertrag bringen, lehnt die Bürgerinitiative ab.
Tendenziell, so heißt es in dem Positionspapier, dürften eher sehr hohe Windkraftanlagen sinnvoll sein, weil sich durch die Höhe der Ertrag verbessere und gleichzeitig negative Einflüsse auf die Fauna des Waldes abnehmen würden. Die Bürgerinitiative schlägt vor, solche Anlagen bevorzugt als genossenschaftliche Einrichtungen zu betreiben ("Bürgerwindparks"), damit betroffene Bürger zumindest einen finanziellen Ausgleich erzielen können. Es sei zudem zu erwarten, dass sich hierdurch die Akzeptanz deutlich erhöhe.
Mehrere Standorte seien sinnvoll, um die Belastungen der Bevölkerung innerhalb der Verbandsgemeinde gerecht zu verteilen. Außerdem wünscht sich die Bürgerinitiative, dass vor der Errichtung von Windkraftanlagen verbindliche Bürgerentscheide stattfinden sollten. "Die Verbandsgemeinde Kirchen sollte parallel Maßnahmen zur Energieeinsparung (zum Beispiel LED-Straßenbeleuchtung) und zur Nutzung der Photovoltaik-Technik forcieren. Einsparung ist immer die beste Energiequelle", heißt es weiterhin.
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