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Verbraucher können Energiekosten kontern

Sauerland, 06.01.2012 15:55 Uhr

Obwohl die Infla­tion in den letzten Jahren relativ gemä­ßigte Prozent­sätze aufwies, gibt es keinen perma­nenten Schutz. In der Ener­gieb­ranche sind stei­gende Preise eher vorhanden als Preis­sen­kungen, aber auch mit gutem Grund. Durch den stei­genden Ener­gie­hunger müssen immer mehr Ressourcen verbraucht werden. Dies stellt die Betreiber vor immer größere Heraus­for­de­rungen.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) prognostiziert einen Anstieg von gut 20 Prozent bis zum Jahr 2020. Sie sehen als stärksten Faktor die kommende Energiewende.

Da sich mit den anhaltenden Preissteigerungen nach Meinung von dena ein langfristiger Trend einpendelt, stellt sich hier die Frage, wie Politik, Wirtschaft und Verbraucher mit dieser Situation umgehen? Wenn eine Vermeidung ausgeschlossen wird, bleibt als einziger Weg die direkte Einsparung von Energie. Energieeffizienz benötigt der Markt genauso wie den sparsamen Willen des Verbrauchers, denn dieser lebt im Durchschnitt mit einem Einsparungspotential von bis zu 25 Prozent. Gewerbe und Industrie lassen sich teilweise sogar Kostenminimierungen im Energiebereich von bis zu 50 Prozent entgehen, weil das richtige Verhalten und die effizienten Elektrogeräte fehlen.

Ein vierköpfiger Privathaushalt verbraucht nach Angaben der dena in etwa 4500 kWh pro Jahr. Bei einer Einsparung von 25 Prozent und einem Preis von 24 Cent je Kilowattstunde ergibt das insgesamt 270 Euro pro Jahr. Berechnet man nun die Einsparung für 2020 bei einem prognostizierten Preis von 29 Cent je Kilowattstunde, steigt der Wert bereits auf 326,25 Euro an.

Stephan Kohler von dena sieht bei der Energiewende ein soziales Dilemma, denn die Politik schaut seiner Meinung nach mit einen Tunnelblick auf die regenerativen Energien und durch die Förderungen und dem massiven Ausbau der Kraftwerke bleiben drastische Preissteigerungen nicht aus. Einkommensschwache Haushalte bekommen dann finanzielle Probleme mit den Kosten für die saubere Energie.

Daher sollten sich Haushalte mit scharf kalkulierten Budgets bereits auf die kommenden Änderungen in den Stromtarifen gefasst machen und sich vorbereiten. Beleuchtungen mit LED oder Energiesparlampen sind in der Energieeffizienz den herkömmlichen Lampen überlegen (bis zu 80 Prozent weniger Energieverbrauch). Auch modernere Elektrogeräte helfen beim Konter, denn alte Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler und co verbrauchen weitaus mehr Strom.

 


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